Für die Presse

Baubeginn für Ruhrbania

Baubeginn für Ruhrbania im Januar 2006 � SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Mülheimer Wirtschaft unterstützen Entwicklung der Ruhrpromenade und die verkehrliche Neuordnung der Innenstadt

Mülheim an der Ruhr, 23. September 2005

Der Planungsausschuss der Stadt Mülheim an der Ruhr soll in seiner nächsten Sitzung am 27. September 2005 die verkehrliche Neuordnung der westlichen Innenstadt und die Umlegung der Straßenbahnlinie 110 (Rathausumfahrung) beschließen. Damit kann die erste Bauphase für das elf Hektar große Entwicklungsgebiet von Ruhrbania im Januar 2006 beginnen. "Jetzt geht es wirklich los - die Bezirksregierung hat grünes Licht gegeben", so Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte am 24. August 2005 bereits die notwendige Freigabe für den so genannten zuschussunschädlichen Baubeginn erteilt. Dadurch hat die Stadt Mülheim die Möglichkeit, Fördergelder in einer Größenordnung von insgesamt 16,8 Millionen Euro für die Verbesserung der Verkehrsführung der Mülheimer Innenstadt und das städtebauliche Entwicklungsprojekt in Anspruch zu nehmen. Die Optimierung der Verkehrsführung ist eine wesentliche Voraussetzung für den Rückbau der Ruhrstraße, die Neubebauung der Ruhrpromenade und den Bau des geplanten Hafenbeckens.

In einem gemeinsamen Pressegespräch am heutigen Tage freuten sich Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Wiechering, der CDU-Fraktionsvorsitzende Paul Heidrich, der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Thomas Behrendt, die FDP-Fraktionsvorsitzende Brigitte Mangen sowie Heinz Lison, stellv. Präsident der IHK und zugleich Sprecher der Mülheimer Wirtschaft über den anstehenden Baubeginn und sagten dem mehrere Jahre dauernden Entwicklungsprojekt ihre volle Unterstützung zu.

Die Bauzeit für die verkehrliche Neuordnung der Innenstadt dauert - nach Aussage von Planungs- und Baudezernentin Helga Sander - insgesamt 3 Jahre und wird Ende 2008 fertig gestellt sein. Anschließend werden im zweiten und dritten Bauabschnitt zwischen Schloß- und Konrad-Adenauer Brücke eine Gastronomiemeile, rund 250 Wohnungen und Büroimmobilien entstehen. Mülheim & Business-Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier berichtete, dass zurzeit mit der Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei FPS Fritze Paul Seelig die Investorenausschreibung und Vergabe zur Gründung einer PPP-Projektentwicklungsgesellschaft vorbereitet wird. "Ein privater Investor soll noch bis Ende des Jahres gefunden werden. Parallel wird auf der Münchener Gewerbeimmobilienmesse Expo Real im Oktober für das Projekt geworben", so Schnitzmeier weiter. MST-Geschäftsführer Wilfried Blickle kündigte eine Intensivierung der Bürgerinformation über das Ruhrbania-Projekt und eine stärkere Einbindung der Bürgerschaft an: "Ab Anfang Dezember haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich fortlaufend über den aktuellen Projektstand an einem mobilen Informationsstand zu informieren, der am Platz gegenüber dem Kaufhof am Ende der Schlossstraße eingerichtet werden soll." Im Herbst wird zudem eine Bürgerversammlung für das Bebauungsplanverfahren durchgeführt.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, das Planungs- und Baudezernat, die Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung sowie die MST Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH bilden die gemeinsame Projektleitung für Ruhrbania.

Darstellung und Ziele der Baumaßnahmen:

Die verkehrliche Neuordnung der westlichen Innenstadt umfasst die bauliche Umgestaltung mehrerer Straßen in der westlichen Innenstadt. Ziel der gesamten Maßnahme ist, die bestehenden verkehrlichen Abläufe zu verbessern, die Führung der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer (Fußgänger und Radfahrer) sicherer zu gestalten und den Umweltverbund zu stärken. Die westliche Innenstadt Mülheims wird vom Durchgangsverkehr entlastet, so dass die städtebaulichen Entwicklungspotentiale auf den Flächen zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Ruhr ausgeschöpft werden können.

Der Individualverkehr soll zukünftig von der südlichen Friedrich-Ebert-Straße aus 2-streifig nach Westen in die Leineweberstraße abbiegen. Der nach Norden gerichtete Durchgangsverkehr wird auf einer Innenstadtumfahrung über den Straßenzug Leineweberstraße/Schloßbrücke/Bergstraße/Konrad-Adenauer-Brücke geführt. Für die Aufnahme des verlagerten Verkehrs werden die Leineweberstraße 2-streifig ausgebaut und die Leistungsfähigkeit der Mühlenbergkreuzung erhöht.

Dem nach Süden gerichteten Individualverkehr stehen außer der Eppinghofer Straße mit den Straßenzügen Konrad-Adenauer Brücke / Bergstraße / Schloßbrücke / Leineweberstraße sowie Tourainer Ring / Dickswall / Kaiserstraße zwei Routen östlich und westlich des Innenstadtkerns zur Verfügung.

Die Ruhrstraße, die Heinrich-Melzer-Straße, die Bahnstraße und die Schollenstraße werden teilweise rückgebaut bzw. ihrer geplanten verkehrlichen Bedeutung entsprechend umgebaut. Sie sollen zukünftig als Erschließungsstraßen dem Quell- und Zielverkehr der Innenstadt bzw. der neugeschaffenen Bebauung "Ruhrbania" vorbehalten sein.

Die Friedrich-Ebert-Straße und in der Fortsetzung die Schollenstraße bilden zukünftig die zentrale Erschließungsachse für die Innenstadt im 2-Richtungs-Verkehr. Zwischen Kaufhof und Schloßstraße entsteht die zentrale Haltestelle für den ÖPNV (Busse und Bahnen) mit optimaler Verknüpfung zur U-Bahn. Die kosten- und zeitintensive Umfahrung des Kaufhofes der Straßenbahn wird endlich beseitigt.



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